ATI Grafikkarte in MacPro

ATI Grafikkarte in MacPro

Wer einen älteren MAC Pro Desktop besitzt und wie so viele Besitzer den neueren runden "i-mern" vorzieht, wird ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit upgraden wollen, um neuere Versionen etwa der Schnittsoftware FinalCut Pro oder auch ProTools darauf laufen lassen zu können.

 

Der Vorgang ist leider nicht ganz schmerzfrei, denn die Abhängigkeiten zwischen Hardware, Betriebssystem und Programmsoftware sind erheblich. Während wir in unserem Artikel über den SSD Einbau mehr auf die Hardware eingehen, thematisieren wir hier mehr die Software-Seite des Upgrades.

 

Vorhandenes System sichern

Wir schauen uns einmal die Vorgehensweise für einen Early MacPro Rechner aus dem Jahre 2007 an. Bevor man sich an das Abenteuer heranwagt, sollte man unbedingt den funktionierenden Zustand sichern. Da man ohnehin von Festplatte auf SSD umstellen sollte, um einen Geschwindigkeitsgewinn zu erzielen, kann man per Clonvorgang, hier ist die Software Carbon Copy Cloner zu empfehlen, ein präzises Abbild der System-Festplatte „Macintosh HD" herstellen. Diese Kopie auf SSD baut man dann in den MacPro Rechner ein, die ausgebaute alte System-Festplatte ist dann quasi unser Sicherheits-Backup, falls es beim upgraden zu Komplikationen kommt.

 

SATA-Stecker auf Motherboard

Das Sata-Kabel wird von den durch die Lüfter verdeckten Buchsen auf dem Motherboard links durch eine Lücke hinüber zum Schacht für das DVD Laufwerk geleitet. Dort wird die SSD angeschlossen

Achtung: Je nach OS Version braucht man auch eine andere Version des Carbon Copy Cleaner,- bitte unbedingt Hinweise auf der Seite des Herstellers beachten.

 

Klären, auf welche Programmsoftware upgegradet werden soll

Grundsätzlich sollte man nun erst einmal klären, welche Software-Versionen überhaupt angedacht sind. In unserem Fall soll etwa das ProTools HD auf eine höhere Version upgegradet werden, die aber noch mit der vorhandenen Hardware lauffähig ist. Da als Misch-Konsole die Pro Control verwendet wird und bekannt ist, das Pro Tools die offiziell nur noch bis zur Version 8 supportet, sie aber inoffiziell bis maximal Version 10 (mit Einschränkungen bei der Namensvergabe für Files) lauffähig ist, muss geprüft werden, welche Betriebssystemversion hierfür Voraussetzung ist.

 

Versionsdschungel Mac Os

Es ist nicht ganz unkompliziert, sich im Raubkatzengehege von Apples Betriebssystemen zurecht zu finden.

 

Hierzu hilft der Compatibility Chart: http://avid.force.com/pkb/articles/en_US/Compatibility/Pro-Tools-Operating-System-Compatibility-Chart

 

SSD im richtigen Format partitionieren

Die SSD muss im richtigen Format (GUID) partitioniert werden

Während die Pro Tools HD 8 unter OS 10.5 (Leopard) läuft und die Pro Tools HD 9 noch mit OS 10.6.(1-6) (Snow Leopard) zufrieden ist, braucht die Pro Tools HD 10 mindestens die OS 10.6.7 (Mountain Lion) Version und maximal OS 10.8.
Das also wird die Messlatte sein, wie weit das OS für einen doch schon etwas in die Jahre gekommenen, aber nach wie vor leistungsfähigen MacPro Rechner, upgegradet werden sollte.

 

OS Versionen und ihre Namen:

Mac OS X 10.2 (Jaguar), Mac OS X Panther (10.3), Mac OS X Tiger (10.4), Mac OS X Leopard (10.5), Mac OS X Snow Leopard (10.6), Mac OS X Lion (10.7) Mac OS X Mountain Lion (10.8), Mac OS X Mavericks (10.9), Mac OS X Yosemite (10.10), Mac OS X El Capitan (10.11) Mac OS Sierra (10.12)

 

Grenzen und Überschreitungen

Achtung: Längst nicht jedes Upgrade des Betriebssystems tut den alten Mac Pro Rechnern gut. Deshalb stets auf die Kompatibilität achten. Offiziell kann man die in diesem Artikel beschriebene Mac Pro 1.1 Baureihe nur maximal bis OS X Lion 10.7.5 nutzen.

 

SSD im richtigen Format partitionieren

Im Festplatten-Hilfsprogramm legt man auch das Volume-Schema und das Format fest.

Inoffiziell gibt es allerdings diverse Workarounds mit denen sich auch höhere Versionen installieren lassen. Hier sei nur eine davon genannt: http://lowendmac.com/2014/modernizing-the-mac-pro-11-and-21/

 

Das Upgrade von Mac OS 10.4 auf Mac OS 10.6 funktioniert übrigens einwandfrei, obwohl man ja die Version 10.5 überspringt. Man legt einfach bei eingeschaltetem Mac die Vollversion DVD mit OSX 10.6 ins DVD Laufwerk, dann klickt man auf „Installieren". In den weiteren Schritten wird der Mac neu gestartet und hochgefahren, wo man dann die Landessprache auswählt und die Lizenzbedingungen akzeptieren muss. Danach dauert der Update-Vorgang 44 Minuten. Alte Dateien bleiben erhalten, allerdings heißt das nicht, dass alle Programme auch noch unter 10.6 laufen werden.
Ist das Update abgeschlossen, macht man online ein Update auf 10.6.6.

 

Achtung: Falls man das Upgrade nutzt um etwa gleichzeitig eine andere Grafikkarte einzubauen, wird man feststellen, dass diese plötzlich nur noch einen Bildschirm darstellen kann. Wer dann verzweifelt nach einem entsprechenden Treiber sucht, wird man nicht fündig. Diese werden nämlich nicht, wie bei Windows üblich, separat irgendwo von Hersteller-Support Seiten geladen, sondern sind Bestandteil des MAC OS. Bei jedem Upgrade oder Update auf eine höhere Version werden die Treiber aktualisiert.

 

I-Lok aktivieren

Weitere Stolpersteine lauern in der Aktivierung des I-Lok accounts....

Wenn man also erst nach dem OS-Upgrade die Grafikkarte einbaut, fehlt der richtige Treiber. Man muss also entweder die Karte vor dem Upgrade einsetzen, oder aber, wenn das schon abgeschlossen ist, ein weiteres Mac OS update installieren, in unserem Fall also die 10.6.7 oder 10.6.8 !

 

Fortsetzung folgt...