Filmfestival

  • 34. Filmschoolfest

    Unter dem diesjährigen Motto "Expect The Unexpected" findet vom 16. bis 22. November im Filmmuseum München (St.-Jakobs-Platz 1) das 1981 gegründete Festival der Filmhochschulen statt. Die 34. Ausgabe bringt, seinem Motto getreu, eine Veränderung des Corporate Designs mit sich. FILMSCHOOLFEST MUNICH setzt sich als der internationale Kurzname des Nachwuchsfestivals durch und ein Fernglas wird sein Symbol, welches im Logo auch wiederzufinden ist.

    Das Internationale Festival der Filmhochschulen München gehört weltweit zu den renommiertesten Festivals für Studentenfilme und zeichnet sich durch eine hohe Qualität der vorgestellten Filme aus. Für einige Absolventen, wie Lars von Trier ("Nymphomaniac") oder Caroline Link ("Nirgendwo in Afrika") begann mithilfe dieses Festivals eine sehr erfolgreiche Karriere.   

     

    Programm

    Im Wettbewerb laufen dieses Jahr insgesamt 46 Kurzfilme. Davon sind 36 Spielfilme, fünf Dokumentarfilme und fünf Animationsfilme. Die jungen Regisseure, die es in die Auswahl geschafft haben, kommen aus 22 verschiedenen Ländern aus Amerika, Asien, Australien und selbstverständlich Europa. Deutschland ist im Wettbewerb mit acht Filmen vertreten.    

    Die Vorjury, die aus den insgesamt 254 eingereichten Filmen nur 46 in die engste Auswahl bringen durfte, betonte das hohe Niveau der Einreichungen. "Wir haben selten eine so starke Filmauswahl gesehen", sagte Greg de Cuir, Mitglied der unabhängigen Vorjury 2014.   

    Um die Veranstaltung zu vervollständigen, wird jedes Jahr eine Masterclass von renommierten Filmemachern an die Studenten angeboten. Dieses Jahr lautet das Thema des Workshops "Expanded Filmmaking" und wird von Egbert van Wyngaarden, Professor für Drehbuch und kreatives Schreiben an der Macromedia Hochschule München in englischer Sprache gehalten. Die Teilnahme ist kostenlos. 

    Das Movie-College ist wie immer beim Festival dabei und wird über die Filme berichten und zahlreiche Interviews mit den Filmemachern führen.

     

    Jury 

    Caroline Daube, Produzentin, Deutschland

    Matthias Leitner, Autor für Hörfunk, Fernsehen und Film, Deutschland

    Fabio Mollo, Regisseur, Italien

    Noa Regev, Leiterin Jerusalem Film Festival, Israel

    Marc Schlegel, Regisseur und Gewinner von drei Auszeichnungen bei der vorigen Ausgabe vom Filmschoolfest Munich (bestes Drehbuch, beste Produktion, Prix Interculturel). 

     

    Eröffnungsveranstaltung

    Das diesjährige Festival eröffnete mit drei Kurzfilmen aus Deutschland, Großbritanien und Belgien. Mit dem Dokumentarfilm "Two at the Border" ("Nacht Grenze Morgen") der Münchner Studenten Tuna Kaptan und Felicitas Sonvilla, Drama "Untitled Blues" der britischen Regisseurin B Welby-Delimere sowie "The Dandelion" ("Le Pissenlit") von Sophie-Clémentine Dubois aus Brüssel.

     

    Filmkritiken

    Besonders beeindruckend war "Sunny", der Abschlussfilm der Regisseurin Barbara Ott aus der FABW Ludwigsburg. Der Film erzählt vom 19-jährigen Hajo, der vor kurzem ungewollt Vater geworden ist und sich einen Rollentausch mit der Mutter des kleinen Sunnys wünscht, die arbeiten geht während er zu Hause mit dem Baby bleiben muss. Er beschließt heimlich, das Baby in einem Lager zu verstecken, während er sich in einer Fabrik als Schlosser bewirbt. Dabei hat er noch nicht bemerkt, dass jede seiner Entscheidungen direkte Folgen für seinen Sohn hat. Der Kurzfilm, der sicher auch ein Spielfilm hätte werden können, zeigt auf eine düstere und sehr direkte Weise das erzwungene Erwachsenwerden von einem problematischen Jungen. Sowohl in der Erzählweise, als auch in der Gestaltung brillant, einer der Favoriten des Festivals mit sehr guten Chancen auf einen Preis. 

     

    Der Dokumentarfilm "Honey on Wounds" begleitet eine Gruppe von Frauen aus dem Kosovo durch ihren Alltag. Sie haben ihre Ehemänner im Krieg verloren und müssen sich nun sowohl um sich selbst kümmern, als auch die schmerzlichen Erfahrungen verarbeiten. Bienen und die Imkerei helfen vielen dabei den Schmerz zu vergessen und sich wieder am Leben zu erfreuen. Der Film ist sehr gefühlvoll gestaltet und kommt dabei nahe an die Gefühlswelt der Frauen heran, ohne sich zu direkt an den Emotionen der Gruppe anzuhängen. Regisseurin Iulia Stoain ist es gelungen, einen beeindruckenden Dokumentarfilm zu machen, der sich am Prozess des Honigmachens orientiert und dabei sehr persönlich und ergreifend ist. Auch bildgestalterisch zeigt Stoain großes Talent. So funktionieren die Bilder und auch der ganze Film als Parabel auf das Leben und innere Stärke.

     

    Preise

    Neben dem Hauptpreis für den besten Film (VFF Young Talent Award) wird auch ein Preis für den besten Dokumentarfilm, das beste Drehbuch, die beste Kamera und beste Produktion vergeben. Außerdem gibt es folgende Sonderpreise: originellster Film, Arte-Kurzfilmpreis, Prix Interculturel (für Verdienste um den interkulturellen Dialog), Climate Clips Award (ein Sonderwettbewerb für Kurzfilme über erneuerbare Energien) sowie den Hofbräu Trophy (bester Werbefilm über die Bierspezialitäten der Brauerei Staatliches Hofbräuhaus). 

     

    Die Preisträger 2014

    Die Gewinner des diesjährigen Filmfestivals sind:

     

    Bester Film (VFF Young Talent Award): BURUNDANGA von Anaïs Ruales, Le Fémis Paris (Frankreich)

    Bestes Drehbuch: SUNNY von Barbara Ott, Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg (Deutschland)

    Bester Dokumentarfilm (ARRI-Preis): HONEY ON WOUNDS von Iulia Stoian, National Film and Television School Beaconsfield (UK)

    Beste Kamera (für eine/n Student/in einer deutschsprachigen Schule): SUNNY, Kamera: Falko Lachmund

    ARTE-Kurzfilmpreis: MY MILK CUP COW von Yantong Zhu, Tokyo University of the Arts (Japan)

    Beste Produktion (für Studenten einer Hochschule im europäischen Raum): THE DANDELION von Sophie-Clémentine Dubois, Institut National Supérieur des Arts du Spectacle et Techniques de Diffusion Brussels (Belgien)

    Prix Interculturel: DESERTED von Yoav Hornung, Tel Aviv University (Israel)

    Originellster Film(Wolfgang-Längsfeld-Preis): SUMMER SECRET von Zeng Zeng, Beijing Film Academy (China)

    Climate Clips Award: SCALE von Amin Rahbar, Azad University of Central Tehran (Iran)

    Hofbräu-Trophy: THE EXPERIMENT von Andreas Irnstorfer, Hochschule für Fernsehen und Film München

     

    Für weitere Informationen: http://www.filmschoolfest-munich.de/

     

  • 65. Berlinale

    Vom 5. bis 15. Februar  trafen in der deutschen Hauptstadt zum 65. Mal Filmemacher aus aller Welt auf den "Internationalen Filmfestspielen Berlin" (Berlinale) ein und präsentieren ihre neuesten Werke. 

     

    Berlinale-Palast

    Eröffnet wurde die Berlinale vom neuen Film von Isabel Coixet "Nobody Wants the Night", mit Juliette Binoche und Gabriel Bryne. Ein Abenteuerfilm, der eine Frau auf der Suche nach ihrem Mann in Richtung Nordpol führt.

     

    Der diesjährigen Berlinale Jury steht Darren Aronofsky als Präsident vor. Die weiteren Jury-Mitglieder sind Daniel Brühl, Bong Joon-ho, Martha De Laurentiis, Claudia Llosa, Audrey Tautou und Matthew Weiner.

     

    Das Programm ist bereits komplett. In zehn Tagen laufen 400 Filme in der Hauptstadt. 19 davon im Rennen um die Bären. Darunter sind drei deutsche Regiearbeiten. Nominiert wurden Sebastian Schippers "Victoria" und Andreas Dresens "Als wir träumten", sowie der neue - in den USA produzierte - Film von Werner Herzog "Queen of the Desert" mit Nicole Kidman. Außer Konkurrenz läuft Wim Wenders' 3-D-Film "Every Thing will be Fine" mit James Franco und Charlotte Gainsbourg. Wenders wird dieses Jahr mit dem Goldenen Ehrenbär geehrt. Aus Frankreich kommt der Wettbewerbsfilm "Journal d'une femme de chambre" (Tagebuch eines Zimmermädchen), ein Historiendrama mit Léa Seydoux, von Benoit Jacquot. Der regimekritische iranische Filmemacher Jafar Panahi ("Offside") ist mit "Taxi" vertreten. 

    Eine vollständige Liste der Wettbewerbsfilme finden sie hier.

     

    Berlinale-Bär

    Neben den Wettbewerbsfilmen gibt es noch acht weitere Sektionen. In  "Berlinale Shorts" werden Kurzfilme aller Art vorgestellt. In der Sektion "Panorama" gibt es "internationales Autorenkino für leidenschaftlich- kritisches Publikum und engagierte Filmeinkäufer". Das "Internationale Forum des Jungen Films" kurz "Forum" bietet den experimentierfreudigen und risikobereiten Filmemachern Platz für ihre Werke. 

    "Generation" ist eine Sektion speziell für Kinder- und Jugendgeeignete Filme. In den zwei Wettbewerben Generation Kplus und Generation 14plus werden Entdeckungen des internationalen Gegenwartskinos auf Augenhöhe junger Menschen präsentiert und mit den Gläsernen Bären ausgezeichnet. Schließlich gibt es noch die Sektionen "Perspektive Deutsches Kino", das "Berlinale Special" für außergewöhnliche Neuproduktionen und die "Hommage", welche sich dieses Jahr dem Werk von Wim Wenders widmet.

    Die Retrospektive feiert den 100-jährigen Geburtstag des Farbfilm-Verfahrens Technicolor. Es werden rund 30 farbig-opulente Filme aus den Anfängen bis 1953, wie zum Beispiel  "Vom Winde verweht" und "Singin`in the Rain" gezeigt.

     

    Neben den Filmvorführungen  bietet  auch das "Berlinale Talents" im Theater HAU Hebbel am Ufer ein interessantes Programm, besonders für Besucher, die das Filmhandwerk erlernen, beziehungsweise sich weiterbilden möchten. Dieses bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen über die Arbeit mit Schauspielern, Schnitt oder Dramaturgie, Sound, Verleih - und das alles für den Preis einer normalen Kinokarte. In Laufnähe zum Potsdamer Platz gelegen werden hier an drei Locations Vorträge und Workshops geboten. 

     

    Arkaden

    Im HAU 1 finden große öffentliche Veranstaltungen statt. Verschiedenste Themen der Filmwelt werden besprochen und dem Publikum näher gebracht - und das von renommierten Regisseuren, Produzenten, Komponisten, u.v.a.

    Zum Beispiel spricht Bong Joon-Ho, koreanischer Regisseur von "The Host" und "Snowpiercer" mit der asiatischen Produzentin Lorna Tee über die Kunst einen Film sowohl lokal als auch international bekannt zu machen. Matthew Weiner, Produzent und Hauptautor der Fernsehserie "Mad Men" hält einen Vortrag über dramaturgische Aspekte im Laufe einer Serie, welche auch künstlerisch immer mehr Beachtung findet.

    Im Laufe der Berlinale kann man hier im alten Theater unter anderen Darren Aronofsky, Howard Shore und Wim Wenders live erleben.

    Im HAU2 finden Workshops mittlerer Größe statt und im HAU3 spezielle Trainingsprogramme im Bereich Drehbuchentwicklung, Drehen von Dokumentar-und Kurzfilmen, Verleih, Sound und Schauspiel.

     

     

    Lesen Sie auch: 

    Berlinale Tagebuch 2015

    Kritiken Berlinale 2015

     

    Die Preisträger 2015

    Wettbewerb

    • GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN FILM: "Taxi" von Jafar Panahi (Iran)
    • SILBERNER BÄR GROSSER PREIS DER JURY: "El Club" von Pablo Larraín (Chile)
    • SILBERNER BÄR ALFRED - BAUER - PREIS für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet: "Ixcanul" (Ixcanul Volcano) von Jayro Bustamante (Guatemala)
    • SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE: Radu Jude für  "Aferim" (Rumänien) und Malgorzata Szumowska für "Body" (Polen)
    • SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE DARSTELLERIN: Charlotte Rampling in "45 Years" von Andrew Haigh (Großbritannien)
    • SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN DARSTELLER: Tom Courtenay in "45 Years" von Andrew Haigh (Großbritannien)
    • SILBERNER BÄR FÜR DAS BESTE DREHBUCH: Patricio Guzmán für "El botón de nácar" (Chile)
    • SILBERNER BÄR FÜR EINE HERAUSRAGENDE KÜNSTLERISCHE LEISTUNG aus den Kategorien Kamera, Schnitt, Musik, Kostüm oder Set - Design: Sturla Brandth Grøvlen für die Kamera in "Victoria" und Evgeniy Privin und Sergey Mikhalchuk für die Kamera in "Pod electricheskimi oblakami" 

    Preise der internationalen Kurzfilmjury

    • GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM: "Hosanna" von Na Young-kil (Südkorea)
    • SILBENER BÄR PREIS DER JURY (KURZFILM): "Bad at Dancing" von Joanna Arnow (USA)
    • AUDI SHORT FILM AWARD: "PLANET" von Momoko Seto (Frankreich)

    Preise der internationales Jury im Wettbewerb "Generation K-Plus"

    • GLÄSERNER BÄR für den Besten Film: "Min Lilla Syster" (My skinny sister) von Sanna Lenken (Schweden/Deutschland)
    • GLÄSERNER BÄR für den Besten Kurzfilm: "Hadiatt Abi" (Gift of my father) von Salam Salman (Irak/GB/Neiderlande/USA)

    Preise der Jugendjury im Wettbewerb "Generation 14-Plus"

    • GLÄSERNER BÄR für den Besten Film: "Flocken" von Beata Gårdeler (Schweden)
    • GLÄSERNER BÄR für den Besten Kurzfilm: "A confession" von Petros Silvestros (GB)

    Preis Bester Erstlingsfilm

    • BESTER ERSTLINGSFILM, dotiert mit 50 .000 € , gestiftet von der GWFF: "600 Millas" von Gabriel Ripstein (Mexiko)

    Preise der Ökumenischen Jury

    • PREISTRÄGER WETTBEWERB: "El botón de nácar" von Patricio Guzmán (Chile)
    • PREISTRÄGER PANORAMA: "Ned Rifle" von Hal Hartley (USA)
    • PRESTRÄGER FORUM: "Histoire de Judas" von Rabah Ameur-Zaïmeche (Frankreich)

    Preise der FIPRESCI-Jury

    • PREISTRÄGER WETTBEWERB: "Taxi" von Jafar Panahi (Iran)
    • PREISTRÄGER PANORAMA: "Paridan az Ertefa Kam" (A minor Leap Down) von Hamed Rajabi (Iran/Frankreich)
    • PREISTRÄGER FORUM: "Il gesto delle mani" (Hand gestures) von Francesco Clerici (Italien)

    Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater

    • PREISTRÄGER 2015: "Victoria" von Sebastian Schipper (Deutschland)

    CICAE Art Cinema Award

    • PREISTRÄGER PANORAMA: "Que horas ela volta?" von Anna Muylaert (Brasilien)
    • PREISTRÄGER FORUM: "Zurich" von Sacha Polak (Niederlande/Deutschland/Belgien)

    Label Europa Cinemas

    • PREISTRÄGER 2015: "Mot Naturen" von Ole Giæver und Marte Vold

    Teddy Award

    • BESTER SPIELFILM: "Nasty Baby" von Sebastián Silva (USA)
    • BESTER DOKUMENTAR-/ESSAYFILM: "El hombre nuevo" (The new man) von Aldo Garay (Uruguay/Chile)
    • BESTER KURZFILM: "San Cristóbal" von Omar Zúñiga Hidalgo (Chile)
    • SPECIAL JURY AWARD: "Stories of our lives" von Jim Chuchu (Kenia)
    • SPECIAL TEDDY AWARD: Udo Kier

    Made in Germany - Förderpreis Perspektive

    • PREISTRÄGER 2015: Oskar Sulowski für "Rosebuds"

    DFJW - Preis Dialogue en Perspective

    • PREISTRÄGER 2015: "Ein idealer Ort" von Anatol Schuster

    Caligari-Filmpreis

    • PREISTRÄGER 2015: "Balikbayan #1 Memories of Overdevelopment Redux III"  von Kidlat Tahimik (Philippinen)

    Friedensfilmpreis

    • PREISTRÄGER 2015: "The look of silence" von Joshua Oppenheimer (Dänemark / Norwegen / Finnland / Indonesien / Großbritannien)

    Amnesty International Filmpreis

    • "Tell spring not to come this year" von Saeed Taji Parouky und Michael McEvoy (GB)

    Heiner-Carow-Preis

    • PREISTRÄGER 2015: "B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin" von Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck, Heiko Lange

    Think: Film Award

    • PREISTRÄGER 2015: "Oskar Dawicki in The Performer" von Maciej Sobieszczanski und Lukasz Ronduda (Polen) und "Untitled (Human Mask)" von Pierre Huyghe (Frankreich)

    Goldener Ehrenbär

    • An eine bedeutende Persönlichkeit des Films: Wim Wenders 

    Berlinale Kamera

    • An Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das Filmschaffen besonders verdient gemacht haben und mit denen sich das Festival verbunden fühlt: Marcel Ophüls, Naum Kleiman und die Food-Aktivisten Alice Waters und Carlo Petrini.
  • A-Festivals

    Manchmal hört man den Begriff,- voller Respekt,- doch was steckt dahinter und was macht A-Festivals anders als andere Filmfestivals?

  • Berlinale 2017

    Bis zum 19. Februar zelebrieren Filmemacher und Kinointeressierte das tollste Medium der Welt.

  • Berlinale Blog 17

    Das größte deutsche Filmfestival ist auch ein verborgener Fachkongress all jener, die an die Kraft des Kinos glauben...

  • Casting

    Produktionsfirmen beauftragen Casting-Agenten, und diese wiederum halten Ausschau nach dem gesuchten Gesicht. Aber es gibt auch andere Wege, ohne in einer Casting-Agentur untergebracht zu sein, entdeckt zu werden. Dafür gibt bspw. sozusagene "Open Call Auditions", die offenen Casting-Aufrufe.

  • Chef der Viennale gestorben

    Hans Hurch, der Leiter des größten Österreichischen Filmfestivals, der Viennale ist überraschend gestorben

  • Cinema Jove

    Festivalzentrum ValenciaDas Festival Cinema Jove in Valencia widmet sich explizit dem filmischen Nachwuchs aus der ganzen Welt. Vom 23. Juni bis 1. Juli wird ein spannendes Programm geboten.

  • Crowdfunding

    Die Demokratisierung der Filmproduktion

     

    Die unabhängige Kinoproduktion SCHATTENWALD zeigt, dass heute jeder einen Kinofilm auf die Leinwand bringen kann.

     

    Standfoto aus Schattenwald

    Standfoto aus dem Film Schattenwald

    Wer heute in der Filmbranche noch aktiv sein will, wird viele warnende Worte hören. Die Branche sei im Umbruch, die Anzahl von Filmen nehme rapide ab, mit Kinoproduktionen sei kaum noch Geld zu verdienen. All dies sind zutreffende Argumente, aber für unabhängige Filmemacher hat dies auch eine bedeutsame Kehrseite der Medaille. Die Digitalisierung des Filmes zieht eine Demokratisierung der Filmproduktion nach sich. Es war zwar noch nie so schwer gewesen, mit dem Kino nachhaltig Geld zu verdienen, aber es war nie so einfach, den Weg zur Leinwand zur finden.

     

    Wenn hier von Demokratisierung gesprochen wird, beschränkt sich das allerdings nicht allein auf die Auswahl günstiger Digitalkameras. Die Liberalisierung zieht sich durch alle Bereiche beginnend von der Finanzierung bishin zur Distribution.

     

    Timing hilft sparen

    Wer heute noch mit seinem Filmprojekt starten will, muss nicht mehr auf eine Zusage von TV-Redakteuren warten oder Verleihunternehmen involvieren. Warum nicht das Heft selbst in die Hand nehmen und beispielsweise über diverse Crowdfunding Plattformen eigene Mittel generieren? Der Film SCHATTENWALD hat dies genau gemacht und innerhalb von wenigen Wochen ca. 30.000 EUR eingesammelt. Was damit möglich ist, sollte nicht unterschätzt werden. In den Randbereichen der Drehsaison (zumeist Januar bis März) wird kaum bis gar nicht professionell gedreht. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Teammitglieder und Dienstleister leichter verfügbar sind und eher bereit, für weniger Vergütung sich einzubringen.

     

    Wer dazu noch Rückstellungsvereinbarungen mit Teammitgliedern und Dienstleistern abschließt, stellt zudem noch sicher, dass alle im Erfolgsfall gleichermaßen berücksichtigt werden. Ein Grundstein dieser Arbeit ist jedoch Fairness gegenüber jedem. Wer glaubt, das eigene Team und die Darsteller mit 16 Stunden Tagen ohne entsprechende Ruhepausen und ausreichendem Catering für sich zu vereinnahmen, wird nicht nur schnell mit dem Arbeitsschutz in Konflikt kommen. Besonders im Low-Budget Bereich gilt die Devise ganz besonders auf bestehende gesetzliche und branchenübliche Standards zu achten.

     

    Festivals und Eigenverleih

    Wenn am Ende des Tages großartige Filme entstanden sind, wird der Festivalerfolg und damit ein konkretes Interesse von Verleihern und Vertrieben nicht lange auf sich warten lassen. Im Fall von SCHATTENWALD ging die Produktion sogar dazu über, den Film selbst zu verleihen und den Kinobetreibern direkt anzubieten. Auch dies ist im Zeitalter der DCPs keine finanzielle Hürde mehr.

     

    SCHATTENWALD hat es bewiesen. Der Film begann ohne einen einzigen Euro und war ab März 2015 in ausgewählten Kinos zu sehen. Die Termine waren unter www.schattenwaldderfilm.de einsehbar. 

     

     

     

  • Dietmar Kraus, Filmplus

  • Eröffnung Filmfest 2017

    Das 35. FILMFEST MÜNCHEN wurde im Mathäser Filmpalast mit dem Kinofilm "Un Beau Soleil Intérieur" von Claire Denis eröffnet

  • Festival-Falle

    Festivaleinsätze sind nicht nur ein Grund zur Freude, sie können unter Umständen auch teuer werden...

  • Festivals

     

    Jedes Produkt hat seine Messe

    Jeder Industriezweig veranstaltet Messen, auf denen seine Innovationen vorgestellt, die Marken gepflegt, die  Newcomer vorgestellt werden. Ob es Traktoren, Bücher, Bädereinrichtungen oder Zuchttiere sind, ohne Ausstellung fehlt der Vergleich mit der Konkurrenz. In der Filmbranche sind es die Filmfestivals, die je nach Ausrichtung, eher dem kommerziellen oder dem unabhängigen Film, oder auch beiden zugetan sind. Jedes Land der Welt hat seine eigenen Festivals, doch nur wenige Länder besitzen so genannte A-Festivals.

     

     

    Der Festival-Basar

    Für viele Filme sind Filmfestivals die Startpositionen, von denen aus die Kinoauswertung erst möglich ist, für andere sind sie lediglich willkommene Werbeplattformen für den kurz darauf feststehenden Kinostart und für wieder Andere sind es vielleicht die einzigen öffentlichen Vorführungen in Kinosälen, die einzige Chance für ihre Macher, direkt mit dem Publikum in Kontakt zu treten.

     

    Die großen Festivals konkurrieren hinter den Kulissen oft miteinander, umwerben Produktionsfirmen, Verleiher, Regisseure sie mögen das aktuelle Werk doch bei ihnen uraufführen. Marketingaspekte, Zeitpunkt der Fertigstellung, aber auch die Treue zu Festival-Veranstaltern, die vielleicht schon die Erstlinge der Regisseure aufgeführt haben stehen meist im Mittelpunkt der endgültigen Entscheidungen. Oft werden Zusagen gemacht zu Filmen, die sich noch in der Postproduktion befinden, manche werden wider erwarten nicht fertig, dann werden Titel wieder zurückgezogen. Immer wieder drückt auch die Filmindustrie Titel in so manches Festival hinein, dann kann auch schon mal ein drittklassiger Musketier-Streifen das A-Festival eröffnen.

     

    Hofer Filmtage

     

    Kleine Festivals sind auch spannend

    Die großen Glamour-Festivals sind für die Profis wichtig und unverzichtbar, doch daneben gibt es viele kleinere Festivals, mit einem gänzlich anderen Focus, die oftmals viel interessanter, innovativer und was die Gespräche und Kontakte angeht, ergiebiger sind. Denn selbstverständlich sind die Festivals nicht nur Leistungsshows des aktuellen Filmschaffens, sondern immer auch Treffpunkte, Kollegen und potentielle Geschäftspartner zu treffen, sich auszutauschen und neue Vorhaben zu schmieden. Und für Newcomer ohne eigenen Film, die ihren Weg noch finden müssen, eröffnen Filmfestivals erste Kontakte zur Filmbranche.

     

    Festival Valencia

     

    Informationen, Tipps, Berichte, Kommentare...

     

    Für alle, die einen Film fertiggestellt haben und diesen öffentlich aufführen wollen, ganz gleich ob Erstlinge oder erfahrene Filmemacher bieten wir an dieser Stelle nationale und internationale Adressen, Links und Informationen zu Anmeldefristen. Tipps für Anmeldung, Konfektionierung und Versand erleichtern darüber hinaus den Einstieg in ihren persönlichen Festival-Kreislauf.

     

    Das Movie-College ist darüber hinaus auf  vielen Festivals präsent. Wir legen unser Augenmerk auf einige wichtige, regelmäßige Events im Verlauf eines Jahres. Berichte von den Festivals, Filmbesprechungen, Rahmenveranstaltungen und die Preisträger von Wettbewerben stehen im Vordergrund.

     

     

    Die nächsten Festivaltermine

    Wer selbst Festivals besuchen oder eigene Filme einreichen möchte, dem sei der folgende Terminkalender wichtiger Filmfestivals empfohlen. Unter den Links gibt es weitere Informationen zu den Festivals.

     

     

    Hier finden Sie weitere Informationen zu Festivals:

    Einreichfristen zu Wettbewerben und Filmfestivals

     

     

     

  • FF München 2012

    Am 29.6.2012 startete das Münchner Filmfest zum dreißigsten Mal und bietet Filmbegeisterten neun Tage lang viele nationale und internationale Premieren, sowie Vorführungen von Klassikern, die Filmgeschichte geschrieben haben zu besuchen.

     

    Empfang im Bayerischen HofEmpfang im Bayerischen Hof

    In diesem Jubiläumsjahr des zweitgrößten Deutschen Filmfests gibt es einige Neuerungen. Allen voran eine neue Festivalleitung. Diana Iljine tritt die Nachfolge von Andreas Ströhl als Geschäftsführerin der Internationalen Münchner Filmwochen GmbH an. Man darf gespannt sein, auf welche Weise sie das nun drei Jahrzehnte alte Filmfest gestalten und prägen will. Unter ihrer Leitung wurden etwa die Filmreihen neu aufgebaut.

     

    In der Reihe International Independents werden Independent Produktionen aus aller Welt gezeigt. Spotlights zeigt Internationale Premieren, sowohl von bekannten, erfahrenen Regisseuren als auch spannende Neuentdeckungen.

     

    CineVision 

    widmet sich den Erstlingswerke oder in manchen Fällen auch schon den zweiten Film von Regisseuren aus aller Welt.

     

    Cinemasters 

    hingegen zeigt die neusten Werke Internationaler Meisterregisseure.

     

    In den Reihen Neues deutsches Kino und Neues deutsches Fernsehen laufen Erstaufführungen deutscher Kino und Fernsehproduktionen.

    Auf dem Kinderfilmfest gibt es Filme für die jüngere Generation von Kinozuschauern zu sehen.

     

    Die diesjährige Open Air Kinoreihe widmet sich Giorgio Moroder der auch Ehrengast auf dem Filmfest seien wird und die Musik zu Klassikern wie TOP GUN, CAT PEOPLE und FLASHDANCE komponiert Diese werden, neben weiteren Filmen mit seinen unverkennbaren Soundtracks, in der Open Air Reihe laufen.

     

    In der Reihe Hommage können sie sich dieses Jahr auf Filmen von Griffith, Haynes, Delpy, Fassbinder, Refn und Loriot freuen.

     

    Dichtes Gedränge am roten Teppich

    Dichtes Gedränge am roten Teppich

    Zwar werden diese Jahr „nur“ 186 Filme gezeigt, im letzten Jahr waren es über zweihundert, dafür hat das Publikum nun aber die Möglichkeit die Filme zu drei verschiedenen Terminen zu sehen, was das ganze Programm viel übersichtlicher gestaltet.

     

    Den Zuschauer erwartet also wieder ein volles Programm, mit tollen Filmen, interessanten Gästen und informativen Podiumsdiskussionen.

    Kein Zweifel, das auch das diesjährige Filmfest wieder ein unvergleichliches Erlebnis für alle Filmbegeisterte wird. 

     

    Auch in diesem Jahr ist das Movie-College wieder Medienpartner des Filmfests München. Interviews des Movie-College-Teams mit Regisseuren und Schauspielern gibt es wie immer auch auf der Youtube-Seite des Filmfests. 

     

    Arte Empfang

    arte Empfang 2012,- leicht regnerisch aber wie immer sehr kommunikativ

    arte Empfang 2012,- leicht regnerisch aber wie immer sehr kommunikativ

    Der alljährliche arte-Filmfest Empfang begann regnerisch, doch dank vieler großer Sonnenschirme und rascher Wetterberuhigung war es recht angenehm im Nektar Beach, direkt an der Isar auf der Münchner Praterinsel.

     

    Ja vielleicht sogar angenehmer, als wenn die Sonne Jeden zum Schwitzen gebracht hätte und kalt war es dennoch nicht, wie man nicht zuletzt an den arte-Schläppchen erkennen konnte, die gereicht wurden und die an einigen Füßen im künstlichen Sand des Nektar Beach gesichtet wurden.

    Sowohl der frühere Festivalchef Andreas Ströhl, als auch die neue Chefin, Diana Iljine schauten vorbei und wie immer waren viele Filmemacher, Schauspieler und Produzenten unter den Gästen.

     

    Die anwesenden Redakteure äußerten sich zuversichtlich, auch weiterhin ein starkes, dem filmischen Nachwuchs verpflichtetes Programm leisten zu können. Ein nicht ganz unwichtiges Statement in Zeiten, in denen gigantische Summen an Fernsehgebühren in Fußballrechte hineingesteckt und viele Redakteure auf "Einsparungen" eingeschworen werden.

    Wie jedes Jahr eine gelungene Veranstaltung.

     

    FFF Empfang

    Strahlender Sonnenschein beim FFF-Empfang

    Strahlender Sonnenschein beim FFF-Empfang

    Das Wetter war blendend und die Atmosphäre weitgehend gelassen auf dem diesjährigen FFF Empfang anlässlich des Münchner Filmfests.

    Auf der Praterinsel wurden einmal mehr die (zumeist) kommerziellen Erfolge der durch den FFF geförderten Filme herausgestellt, während Filmschaffende, Schauspieler, Nachwuchs wie Etablierte sich unter blauem Himmel über aktuelle und künftige Filme austauschten.

     

    Auch zahlreiche internationale Filmemacher mischten sich unter die Gäste, zugleich war es ein Wiedersehen mit vielen Kolleg-inn-en.

     

    Kritik zum Eröffnungsfilm "Starbuck"

    „Starbuck“, der Eröffnungsfilm des diesjährigen Filmfests kommt aus Quebec, jenem Teil Kanadas in dem viele Menschen ein wenig anders sind, wo man noch spürt, dass Nordamerika durchaus auch hätte französischsprachig werden können. Und ganz besonders „anders“ ist auch die Hauptfigur des Films, David Wozniak, der im Familienbetrieb seines Vaters als Lieferfahrer Fleischwaren aller Art ausliefert. Dass er das nicht immer gewissenhaft und durchaus auch mit eigenen privaten Schwerpunkten tut, offenbart einen eher lässig schrägen Charakter. Was sein Leben aber gründlich durcheinanderbringt ist seine zwei Jahrzehnte zurückliegende Vergangenheit als Samespender einer Klinik.

     

    Denn gleich zu Beginn des Filmes steht ein Anwalt in seiner Wohnung, der ihm offenbart, dass jene Klinik offensichtlich 533 Kinder mit seinem Erbgut produziert hat und eine große Zahl dieser Kinder nun gesetzlich einfordere, dass das damalige Pseudonym des Samenspenders „Starbuck“ gelüftet und Wozniaks Identität bekannt gegeben werde. Doch der wehrt sich zunächst gegen die überraschende vielfache Vaterschaft.

     

    Es ist die Neugier, die Wozniak dazu antreibt, ohne sich zu erkennen zu geben, seine Kinder aufzusuchen und zu beobachten. Dabei offenbart sich ihm eine enorme Variationsbreite von Charaktären, die angesichts der kompakten Erzählweise nur oberflächlich vorgestellt werden können. Zwischen Fußballstar, Heroinsüchtiger und Bademeister reicht die Palette die Wozniak fortan in Atem hält.

     

    Ein wenig erinnert diese Prämisse an Jarmushs „Broken Flowers“, doch Regisseur Ken Scott optimiert seine Geschichte viel stärker in Richtung Komödie. Dabei werden alle Ereignisse, Wendpunkte und dramatischen Zuspitzungen, wie sie die amerikanischen Drehbuchpäpste fordern, beinahe lehrbuchartig durchdekliniert. Spannend ist auf jeden Fall die Aussage, wie vielfältig das Erbgut eines Einzelnen variiert werden kann,- praktisch alle "Starbuck"- Kinder sehen anders aus, haben andere Fähigkeiten, Schwierigkeiten, Stärken und Schwächen, - Evolutionstheorie einmal anders erzählt.

     

    Dabei herausgekommen ist ein duftiger, heiterer „Feelgood“- Film voller schräger Situationen, mit einem Hauptdarsteller (Patrick Hurd) dem man gerne zuschaut, und der es schafft, auch über manche oberflächenpolierte Szene hinwegzusehen. Kein großer Arthouse Film wie bei so mancher der letzten Filmfest Eröffnungen, sondern eine leichte Komödie die den Eröffnungsabend kurzweilig werden ließ.

     

  • FF München 2015

    Themen

    Filmfest Eingang 2015

    Alles ist vorbereitet für das Münchner Filmfest 2015

    Am Donnerstag, dem 25.06.2015, begann das 33. Münchner Filmfest, das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands mit einer großen Eröffnungsvorstellung und anschließendem Empfang. Schauspieler Viggo Mortensen spielte die Hauptroille im Eröffnungsfilm "Den Menschen so fern".

     

    Empfänge

    Zahlreiche Branchenveranstaltungen bieten Gelegenheit, Kolleginnen und Kollegen in entspannter Atmosphäre zu treffen. Dabei jagt in dichter Folge ein Termin den anderen, oftmals verabschiedet man sich von diversen Kolleg-inn-en, um sie kurz darauf beim nächsten Event wiederzutreffen.

     

    Den Einen oder Anderen sieht man sogar im Anzug vorbeiradeln, um die Wege zwischen den Veranstaltungsorten zügig zu überwinden. So etwa beim arte-Empfang, der auch in diesem Jahr wieder im Institut Francais in der Kaulbachstraße stattfand.

    arte Empfang 2015

    arte-Empfang 2015

     

    Das große Zelt wäre gar nicht nötig gewesen, denn im Gegensatz zu letztem Jahr war das Wetter sommerlich. Es ist beinahe schon ein Automatismus, dass es zum Beginn des Filmfestes heiß wird in München. Für die Redakteure des Senders sicherlich eine positive Veranstaltung, zahlreiche Schauspieler-innen, Regisseur-e-innen waren anwesend, als der für den anspruchsvollen Film wohl wichtigste Fernsehsender einlud.

     

    Hier und da wurde heftig diskutiert, ob der neue Film von... eher eine zweistündige alberne Kinoversion einer Satiresendung sei oder provokatives Kino. Immerhin, wenn man streitet, so ist das Kino offensichtlich noch lebendig und polarisierend.

     

    Empfang im Landtag

    CSU Empfang 2015

    CSU-Empfang 2015

    Nach einer Podiumsdiskussion in der Black Box des Gasteigs zum etwas sehr allgemein gehaltenen Thema "Filmstandort Bayern in Deutschland und Europa", lud die CSU zum traditionellen Filmlfest-Empfang in den bayerischen Landtag ein. In seiner Begrüßung gab Thomas Kreuzer einmal mehr ein Bekenntnis für die Förderung der Filmbranche in Bayern ab. Branchenvertreter trafen im Foyer des Landtages und in einem der Wandelgänge zusammen.

     

    Agenturempfang der Agenturen Baumbauer & Unitone

    Diverse Schauspieleragenturen laden während des Filmfests zu Empfängen ein, eine gute Gelegenheit für die Agent-inn-en, die betreuten Schauspieler/n-innen mit Regisseur/inn-en und Produzent/en-innen zu connecten. Der Empfang von Baumbauer und Unitone fand bei bestem Sommerwetter im Innenhof des Café Cord statt. Die lockere Atmosphäre hat sicherlich dazu beigetragen, dass sich die Gäste wohlfühlten.

     

    Empfang der Filmanwälte

    Empfang der Filmanwälte 2015

    Empfang der Filmanwälte, Filmfest 2015

    Beim traditionellen "Early Morning Brunch" der Kanzlei SKW Schwarz Rechtsanwälte im Münchner Koi am Wittelsbacherplatz gab es Gelegenheit zu Gesprächen zwischen Kreativen, Finanziers, Entscheidern, Vermittlern und Anwälten.

     

    Unter den Gästen auch zahlreiche Verbandssprecher und Vorstände, gerade wenn es darum geht, die eigenen Wünsche oder Forderungen durchzusetzen, sind ja Anwälte gar nicht so weit entfernt. Zwischen den Zeilen äußerten viele Branchenvertreter, dass überall die Budgets gekürzt würden. Wenn man genauer hinschaut, so sind es vor allem die Fernsehbudgets, die kleiner wurden, von den Mehreinnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender durch die Zwangsgebühr für Jeden scheint bei den Filmherstellern und Kreativen nichts anzukommen.

     

    FFF-Empfang

    FFF Empfang Filmfest 2015

    FFF-Empfang Praterinsel 2015

    Einer der größten Treffpunkte der Filmbranche während des Filmfests ist der Empfang der bayerischen Medienförderung. Durch die breitgefächerte Palette an Förderungen bis hin zu Computerspielen, wäre die Bezeichnung "Filmförderung" schlichtweg zu kurz gegriffen. Etablierte wie auch Nachwuchs aus allen Bereichen der Medien trafen sich auf der Praterinsel bei tropischen Temperaturen.

     

    Das Catering war übrigens überraschend vielseitig, neben der Grillstation gab es diverse sehr gute Salate (Kompliment an die Köche), ein tolles Zugeständnis an die Vegetarier, die mit den sonst üblichen bayerischen Schmankerln wegen der Speckwürfel und Schinkenstreifen nie wirklich glücklich wurden.

     

    FFF-Chef Prof. Dr. Klaus Schaefer freute sich über die Aufstockung der Fördersumme und wusste eigentlich nur Positives über die Geschicke der bayerischen Filmwirtschaft zu berichten.

     

    Wer sich für Branchenveranstaltungen interessiert, findet unter diesem Link auf der Homepage des Festivals einige der öffentlichen Veranstaltungen

     

    Videos von den Gästen

    Roter Teppich

    Fotografen am roten Teppich im Innenhof des Gasteig

    Auch in diesem Jahr ist das Movie-College wieder Medienpartner des Filmfests. Zahlreiche Interviews von Gästen aus der ganzen Welt laufen auf dem Youtube-Channel und der Startseite des Filmfests. Unbedingt anschauen!

     

    179 Filme aus 54 Ländern stehen in den Startlöchern, 39 davon laufen als Weltpremiere. Aufgeteilt ist das bunte Programm in insgesamt 18 verschiedenen Reihen, die Titel tragen wie "Cinevision", "Cinemasters",  "Neues Deutsches Kino" oder "International Independents" und für jeden Filminteressierten etwas Passendes bereithalten sollten. Einen besonderen Blick sind erneut auch die verschiedenen Hommage-Reihen wert, bei denen dieses Mal unter anderem Fans von Andy Warhol, Jean-Jacques Annaud oder Rupert Everett auf ihre Kosten kommen. 

     

    Stichwort Rupert Everett: Sein Name ist nur einer von vielen, die heuer auf der Gästeliste stehen. Angekündigt haben sich außerdem auch der bereits erwähnte Jean-Jacques Annaud, "Sideways"-Autor Alexander Payne sowie "Adams Äpfel"-Regisseur Anders Thomas Jensen, der zudem sein aktuelles Werk "Men and Chicken" präsentiert. Weitere Ankündigungen folgen.

     

    Filmauswahl

    Gasteig

    Der Gasteig wandelt sich zum Filmfest-Palast

    Wer unter indischem Kino immer noch ausschließelich "Bollywood" versteht, dem sei Chaitanya Tamhanes "Court" ans Herz gelegt, der bereits auf diversen Festivals (u. a. in Venedig, Buenos Aires und Hongkong) einige Preise abgestaubt hat und einen absurd anmutenden Justizfall skizziert, bei dem ein Mann unter Anklage steht, den Selbstmord eines Arbeiters durch Gesang herbeigeführt zu haben.

     

    Aus Russland, einem Land, in welchem es kreative Filmschaffende derzeit nicht gerade einfach haben, kommt Anna Melikyans "Star", ein Drama um eine junge Frau, die verzweifelt danach strebt, perfekte Schönheit zu erlangen.

     

    Auch China ist vertreten, unter anderem mit Tsui Harks epischem "The Taking of Tiger Mountain", der in opulenten, dreidimensionalen Bildern einen chinesischen Staatsgründungsmythos wiederaufleben lässt, sowie dem Martial-Arts-Film "Brotherhood of Blades".

     

    Preisträger "Neues Deutsches Kino"

    Der begehrte, mit insgesamt 70.000 Euro dotierte Förderpreis "Neues Deutsches Kino" (gestiftet von Bavaria Film, Bayerischem Rundfunk und DZ Bank) ging gleich in drei Kategorien (Regie, Drehbuch und Schauspiel) an den Erstling "Babai" von Visar Morina.

     

    Die Story handelt von einem Vater und seinem Sohn die sich auf den Straßen des Vorkriegskosovo der 90er Jahre mit Zigarettenverkäufen durchschlagen. Als sich der Vater heimlich nach Deutschland absetzt, reist ihm der zehnjährige Sohn auf eigene Faust nach.

     

    Die beiden Hauptdarsteller Astrit Kabashi und Val Maloku wurden gemeinsam mit dem Förderpreis Schauspiel ausgezeichnet.

     

    In der Kategorie "Produktion" wurden Steve Hudson und Sonja Ewers für den Film "Happy Hour" prämiert.

    Die Komödie (Regie: Franz Müller) handelt von einem gerade von seiner Frau verlassenen Mittvierziger, der mit zwei Kumpels nach Irland reist, um das Mannsein zu zelebrieren.

     

    Während es in der Vergangenheit dieses Preises nicht immer so eindeutig ausfiel, war sich die diesjährige Jury mit Sebastian Schipper (Regisseur), Peter Rommel (Produzent) und Johanna Wokalek (Schauspielerin) offensichtlich sehr einig, welcher Film aus den 12 möglichen Spielfilmen der Reihe am stärksten überzeugte.

     

     

    Reihen

    Ein Auszug aus den verschiedenen Programm-Reihen in diesem Jahr:

     

    CineMasters - Bester internationaler Film

     

    CineVision - Bester internationaler Nachwuchsfilm

     

    Spotlight - Große Geschichten, große Gefühle

     

    International Independents - Innovatives Kino aus der ganzen Welt

     

    Neues Deutsches Kino - Deutsche Weltpremieren und der Förderpreis für Nachwuchstalente

     

    Neues Deutsches Fernsehen - Fernseh-Spielfilm-Highlights 

     

    Kinderfilmfest - Publikumspreis für Spiel- & Kurzfilme aus aller Welt

     

    Hommage - Persönlichkeiten aus Regie und Schauspiel

     

    Open Air - Filme unter freiem Himmel zum Thema "Swing"

     

    Sky Serien Spotlight - Serien und andere sehenswerte Filme

     

    Das komplette Programm mit weiteren Informationen zum 33. Internationalen Filmfest München findet ihr unter: www.filmfest-muenchen.de.

     

     

  • Filmfest 2017 - Empfänge

    Viele Verbände, Fernsehsender, Firmen und Fördereinrichtungen veranstalten am Rande des Münchner Filmfests Empfänge und Rahmenveranstaltungen.

  • Filmfest Eröffnung

    Bei Sommerwetter wurde das Münchner Filmfest im Mathäser Filmpalast mit "Den Menschen so fern" eröffnet.

  • Filmfest München 2017

    Ab dem 22. Juni erwartet Filmfans wieder ein reichhaltiges und überraschendes Filmangebot mit zahlreichen Uraufführungen

  • Filmfest Übersicht

    Das diesjährige Filmfest hat wieder ein breites Angebot an herausragenden nationalen und internationalen Filmen geboten.

  • Filmfest VR

    Das Movie-College begleitet das Münchner Filmfest diesmal nicht nur in Interviews und Berichten sondern auch als VR

  • Filmfest-Eröffnung

    Das Münchner Filmfest wurde am Donnerstagabend im Matthäser-Filmpalast mit der Deutschland-Premiere von "Toni Erdmann" eröffnet.

  • Filmplus Festival

    Das Festival feiert, diskutiert und prämiert in Köln vier Tage lang herausragende Leistungen der Editorenkunst.

  • Filmplus: Kyra Scheurer

    Die neue Leiterin des Filmplus-Festivals in Köln im Gespräch mit dem Movie-College

  • Flyer

    Den Film nur nicht gleich vergessen...

    Ihr Film ist in der Planung oder auch fertig und Sie beginnen, sich um die Verwertung zu kümmern. Um das Interesse der Presse, der Verleiher, Einkäufer etc. zu gewinnen, benötigt man aussagekräftige Materialien, die man zuschicken, im Kino auslegen oder auch einfach jemand in die Hand drücken kann.

    Als Standard hat sich hier die in drei Teile gefaltete A4-Seite quer eliert, die leicht in einen Umschlag passt und zugleich auch gut zum Aufklappen, Wenden und Lesen geeignet ist.

    Flyer werden in die Hand genommen, daher bitte nicht mit Tintenstrahlern ausdrucken. Laser oder noch besser: Offsetdruck oder Fotokopien sind wischfest. Vergessen Sie nicht, auf Ihrem Ausdruck zwei winzige, kaum sichtbare Falzmarkierungen einzufügen. Dazu einfach die Seitenbreite A4 Quer durch 3 teilen, und die Marken entsprechend setzen. Falls Sie die Seiten selbst ausdrucken und falzen müssen, werden Sie dankbar sein für diese hilfreichen Markierungen.

    Rechts: Die 1.Seite des Flyers zu „Midsommar Stories“.
    Unten: Vorder- und Rückseite des Flyers „Liebe, Leben, Tod“.

     

    Was gehört alles hinein in Ihren Flyer?

    • Auf die Oberseite sollte idealerweise so etwas wie ein Mini-Plakat mit dem Titel des Films und der Nennung der wichtigsten Kreativen.
    • Im Innenteil sollten Kurzinhalt und einige Standfotos zu sehen sein. Unter die Standfotos schreiben Sie bitte die Namen der abgebildeten Darsteller.
    • Innen oder auf der Rückseite können technische Details wie Länge, Farbe/SW, Format etc. stehen. Auch bereits erfolgreiche Festivalaufführungen oder Preise könnten hier genannt werden.

     

    Hat Ihr Film bereits Pressekritiken bekommen, können diese in Kurzform (vorausgesetzt, sie sind gut ausgefallen) im Innenbereich zitiert werden.

    Dabei sollten zwar die Zeitung und der Kritiker, nicht aber das Erscheinungsdatum genannt werden. Wer weiß, wie lange Sie den Flyer nutzen möchten, so etwas wirkt schnell veraltet.

    Auf die Rückseite kann man die Stabliste, evtl. Coproduzenten und beteiligte Förderungen und die Anschrift der Produktion setzen.

    Beachten Sie bitte, dass viele Förderungen vertraglich die genaue Form und Position von Nennungen vorschreiben. Die meisten Vorschriften dieser Art gehen von einer Nennung überall da aus, wo auch die Produktionsfirma genannt ist. Dies gilt übrigens auch für die Filmtitel.

     

    Aufwand

    Treiben Sie für die Flyer nur begrenzten Aufwand. Die gängigen Grafikprogramme erleichtern Ihnen den Job mit Sicherheit. Falls der Film einen Verleih findet, wird dieser ohnehin einen eigenen Flyer entwerfen und drucken lassen. Denken Sie auch daran, evtl. auch eine englische Fassung zu erstellen. Besonders bei Festivalanmeldungen ist dies sehr nützlich.

    Für das Layout muss man ein wenig um die Ecke denken, da durch das Falzen ja ganz andere Vorder- und Rückseiten entstehen. Vergessen Sie nicht, zwischen den einzelnen Seitenteilen genügend freie Fläche zu lassen, damit Ihre Einzelseiten auch einen Rand zu allen Seiten haben. Diese Einstellungen sind: 3 Spalten á 86,75 mm. Abstand zwischen den Spalten: 12,29 mm.

    Der abgebildete Flyer würde folgendermaßen gefalzt: 1. Linke Seite nach hinten falzen. 2. Rechte Seite ebenfalls nach hinten über die bereits gefalzte linke Seite.

     

    Vorlage

    Übrigens können Sie sich das Muster als Datei im Corel-Draw Format (Version 7 und höher) downloaden und Ihre eigenen Bilder und Texte einbauen. Das spart eine Menge Arbeit und gibt Ihrem Flyer professionelles Aussehen.

     

     

     

  • FSF Gewinner

    Nach einer tollen Woche wurden am Samstagabend die Gewinner des 36. Filmschoolfests gefeiert.

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    Das internationale Luxembourg City Filmfestival schreibt ein paar Stellen aus für die nächste Festivalausgabe

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    Wirtschaftlich eher unbedeutend, aber ungeheuer kreativ und wagemutig wird der Kurzfilm meistens unterschätzt

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    Der Marathon an der Cote d´Azur ist zu Ende, unter den Preisträgern eine schwedische Komödie und eine deutsche Schauspielerin

  • Roter Teppich- Eröffnung Filmfest 2017

  • Untertitel

    Damals dienten Zwischentitel dazu, dass Stummfilme so auf kostengünstige Weise internationalisiert werden konnten. Mit dem Tonfilm entstand dann die Synchronisation und die Notwendigkeit, untertitelt zu werden.