Film-Kanon

  • Film-Kanon

    35 Filme die jeder kennen sollte

    Alter Filmprojektor der Marke ICA

    Alter Filmprojektor der Marke ICA

     

    Natürlich ist so eine Aufzählung immer relativ, beruht in Teilen auch auf dem Geschmack einzelner Filmkenner und hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Dennoch kommt immer wieder die Frage auf, welche Filme der Filmgeschichte man denn unbedingt gesehen haben sollte.

     

    Unter Federführung der Bundeszentrale für politische Bildung haben Regisseure, Drehbuchautoren, Medienpädagogen und Filmkritiker sich auf 35 Filmtitel geeinigt, welche in deutschen Schulen im Unterricht gezeigt und besprochen werden sollen. Sie ist keineswegs vollständig und müsste eigentlich laufend aktualisiert werden, doch es ist ein Anfang.

     

     

     

     

     

     

    Nosferatu Deutschland 1922 Friedrich Wilhelm Murnau
    Goldrausch USA 1925 Charles Chaplin
    Panzerkreuzer Potemkin UdSSR 1925 Sergej M. Eisenstein
    Emil und die Detektive Deutschland 1930 Gerhard Lamprecht
    M - Eine Stadt sucht einen Mörder Deutschland 1931 Fritz Lang
    Der Zauberer von Oz USA 1939 Victor Fleming
    Stagecoach USA 1939 John Ford
    Citizen Kane USA 1941 Orson Welles
    Sein oder Nichtsein USA 1942 Ernst Lubitsch
    Deutschland im Jahre Null Italien, D 1948 R. Rossellini
    Rashomon - Das Lustwäldchen Japan 1950 Akira Kurosawa
    La Strada Italien 1954 Federico Fellini
    Nacht und Nebel Frankreich 1955 Alain Resnais
    Vertigo USA 1958 Alfred Hitchcock
    Die Brücke Deutschland 1959 Bernhard Wicki
    Außer Atem Frankreich 1960 Jean-Luc Godard
    Das Apartment USA 1960 Billy Wilder
    Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben USA 1964 Stanley Kubrick
    Blow up Großbritannien 1966 Michelangelo Antonioni
    Das Dschungelbuch USA 1967 Wolfgang Reitherman
    Ich war neunzehn DDR 1969 Konrad Wolf
    Der Wolfsjunge Frankreich 1969 Francois Truffaut
    Alice in den Städten Deutschland 1973 Wim Wenders
    Taxi Driver USA 1975 Martin Scorcese
    Die Ehe der Maria Braun Deutschland 1978 R.W. Fassbinder
    Stalker UdSSR 1979 Andrej Tarkowski
    Blade Runner USA 1981 Ridley Scott
    Sans Soleil Frankreich 1982 Chris Marker
    Shoah Frankreich 1985 Claude Lanzman
    Ein kurzer Film über das Töten Polen 1987 K. Kieslowsk
    Wo ist das Haus meines Freundes Iran 1988 A. Kiarostami
    Eissturm USA 1997 Ang Lee
    Süßes Jenseits Kanada 1997 Atom Egoyan
    Alles über meine Mutter Spanien 1999 Pedro Almodovar
    Laurel & Hardy    

    Das Movie-College hat unter dem Stichwort „sehenswert" eine eigene, erweiterte Titelliste mit Empfehlungen erstellt.

     

  • Medienpädagogik

    Medien gehören zum Alltag

    Schulvorstellung

    Kinobesuche von Schulvorstellungen sind andere Seherfahrungen, besonders, wenn sie pädagogisch sinnvoll begleitet werden

    Schule bereitet junge Menschen auf das Leben vor und gibt ihnen Wissen und Lerntechniken an die Hand um sich in Gesellschaft, Kultur und Beruf zurecht zu finden. Während das geschriebene Wort zu den Kulturzweigen zählt, die in den Lehrplänen ausreichend Raum einnehmen, werden Hörmedien, Video, DVD, Film und Fernsehen nur abhängig von den Anstrengungen einzelner Lehrkräfte intensiver in den Unterricht eingebunden.

     

    Dabei ist die Rolle der Medien in unserer Gesellschaft inzwischen so überwältigend, dass ihr Stellenwert im Unterricht gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Überwältigend sind die zahllosen Botschaften, die Werte, die Vorbilder, die schon fast unvermeidlich auf uns alle einwirken. Überwältigend auch die herausragenden Filmwerke, die Klassiker als wesentliche Bestandteile unserer Kultur. Film verwendet eigene Sprachmuster, deren Grundlagen vor mehr als 100 Jahren gelegt wurden. So wie wir die Literatur analysieren um Muster darin zu erkennen, so sollten auch Kino- und Fernsehfilme aber auch Online-Clips Gegenstand der Analyse sein.

     

    Die Populäre Kultur von Fernsehserie, Kinofilm, Werbe- oder Videoclip ist längst Allgemeingut geworden. Dabei setzen vor allem die von Marketing-Gedanken gesteuerten Filme und Clips auf möglichst arglose Rezeption. Wer die filmsprachlichen Mechanismen kennt, kann aufmerksamer und kritischer mit der Bilderflut umgehen, kann diese leichter zuordnen, kann offene oder verborgene Botschaften erkennen und seine eigene Haltung bewahren. Wer weiß, wie Filme, Fernsehsendungen oder Clips gemacht werden, findet Zugang zur Gestaltung eigener medialer Arbeiten.

     

    Film-Kanon

    Junge inmitten von Medien

    Torsten Römer in "Ein Tag wie ein Jahr" von Mathias Allary

    Der französische Kult-Regisseur Francois Truffaut drückte es so aus: "Das Kino ist die wahre Schule des Lebens" Unter Federführung der Bundeszentrale für politische Bildung haben Regisseure, Drehbuchautoren, Medienpädagogen und Filmkritiker sich in zum Teil heftigen Diskussionen auf 35 Filmtitel geeinigt, welche in deutschen Schulen im Unterricht gezeigt und besprochen werden sollen. Darunter finden sich Stummfilm-Klassiker wie "Nosferatu" (R: Friedrich Wilhelm Murnau), aber auch europäisches Kino wie "Alles über meine Mutter" (R: Pedro Almodovar). Übrigens plädierten viele der Berater für eine Ausweitung auf 50 oder 100 Filmtitel, eine Zahl, der auch die Movie-College-Liste mit Film-Empfehlungen nahe kommt. Diese Liste ist allerdings nicht mit den für Grundschul-Unterricht erforderlichen Altersfreigaben der Filme abgeglichen.

     

    In welcher Form die Schüler diese Filme zu sehen bekommen sollen, ob auf Video, DVD oder in Filmprojektion ist noch ungeklärt, ebenso die Frage der Rechte und möglicher Lizenzzahlungen. Mit der Umsetzung dieser Vorschläge bekommt der Film in den Schulen endlich etwas mehr von der Bedeutung eingeräumt, die er in der Realität schon seit einem Jahrhundert besitzt.

     

    Medienkompetenz

    Die Fähigkeiten, die Schüler im Umgang mit den Medien erwerben sollten, werden in der Pädagogik im Oberbegriff Medienkompetenz zusammengefasst.

     

    Mehrere Jahre in Folge wurde das Movie-College im Bereich Medienkompetenz für den Adolf-Grimme-Online-Award nominiert. Seit seiner Gründung 1999 haben unzählige Lehrer, Berufsschullehrer, Schüler und Studenten mit den Materialien des Movie-College gearbeitet oder konkrete Fragen zu Referaten an die Redaktion (info@movie-college.de) gerichtet. Diverse Schulbücher haben Fachartikel des Movie-College übernommen und abgedruckt.

     

    Um Ihnen das Auffinden für die Medienkunde relevanter Kapitel im Movie-College zu erleichtern, finden Sie an dieser Stelle ausgewählte, strukturierte Links. Wenn Sie gezielt nach bestimmten Themen in den über 1500 Kapiteln des Movie-College suchen möchten, helfen Ihnen das A-Z oder unsere Suchmaschine weiter. Wenn Sie mit Materialien des Movie-College im Unterricht arbeiten, oder diese in Referaten verwenden möchten, können Sie die Einwilligung dazu bei der Redaktion einholen.

     

    Weitere Artikel zu Medienpädagogik

     

    Selbstverständlich sind auch technische oder gestalterische Themen wichtig für den Umgang mit Medien.

    Hier finden Sie unter Filmgestaltung, Kamera, Licht, Regie, Schauspiel,Ton und Postproduktionwichtige Basics.

     

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    Das Internet ist voll davon,- Zusammenstellungen und Empfehlungen wildfremder Menschen. Was ist davon zu halten, wem nutzen sie?