Wie kommt der Film in die Kamera?

Es ist nicht ganz uninteressant zu wissen, in welcher Verpackung, mit welcher Länge und in welchem Format das Filmmaterial bei uns ankommt, bevor wir es in eine Kamera (bzw. Kassette) einlegen können.

Materialschutz

Die hübschen, silbernen Filmdosen sind wohl den Meisten bekannt. Es gibt sie auch in eckiger Bauweise, aber das Prinzip bleibt immer dasselbe: Sie sollen das darin liegende Filmmaterial vor Beschädigung, Schmutz, Licht und Feuchtigkeit schützen.

Mechanisch sind sie recht stabil, doch um auch den Lichtschutz wirklich sicher zu gewährleisten, ist das Filmmaterial in Schwarzpapier bzw. schwarze Tüten verpackt, die absolut lichtdicht sind.

 

Dunkelsack

Man holt das Filmmaterial aus naheliegenden Gründen nicht im Licht aus den Filmdosen und dem Schwarzpapier. Um es vor Belichtung zu bewahren, arbeitet der Regieassistent am Set mit einem Dunkelsack.

So einen Dunkelsack muss man sich vorstellen wie einen schwarzen, lichtdichten Pullover ohne Öffnung für den Kopf. An den Ärmelenden sorgen Gummis für einen lichtdichten Abschluss. Dort streckt der Kamerassi verkehrt herum die Arme hinein, um innen im Dunkeln die Filmdose und die Kassette ertasten zu können. 

Und am anderen Ende befinden sich Reißverschlüsse, durch die man in geöffnetem Zustand Filmkassette und Filmmaterial in den Dunkelsack hineinlegen kann.

Und dann holt der Kamerassi tastend die Filmrolle (auf Plastikkern = Bobby) aus der Dose und dem Schwarzpapier und legt das Material in die Kamerakassette ein.

Damit das Filmmaterial nicht versehentlich abrollt, ist es vom Hersteller mit einem kleinen Klebestreifen festgeklebt. Beim Einlegen muss der Assi aufpassen, dass dieser Klebestreifen nicht versehentlich in die Kassette fällt. Das kann beim Drehen schlimme Folgen haben!